Kinder Fahrradanhänger und E-Bike – ein starkes Duo

Wer schon mal einen Fahrradanhänger bei einer Fahrradtour mit einem Trekkingrad oder Mountainbike gezogen hat, der weiß wie anstrengend es sein kann. Hatte man dann außerdem das Vergnügen mit einem E-Bike zu fahren, so ist einem sicherlich schnell die Idee gekommen die beiden Gerätschaften zu kombinieren.

Denn mit Elektro-Motorkraft lässt sich der Kinder Fahrradanhänger deutlich leichter hinterherziehen – vor allem Berg auf. Hängt so ein Anhänger am E-Bike, so geht das natürlich auf Kosten der Akku-Reichweite. Wie weit kommt man denn dann noch mit einem Akku? Wie fährt sich so ein E-Bike-Anhänger-Gespann? Wir haben es recherchiert.

Das Anhängen eines Fahrradanhängers an ein E-Bike ist zuerst einmal erlaubt – bei Pedelecs, also nicht bei S-E-Bikes. Denn die Erlaubnis gilt nur bis zu einer maximalen Tretunterstützung von max. 25 km/h. Bei schnelleren E-bikes ist die Rechtslage etwas schwammig ist. Es ist nicht empfehlenswert seinen Anhänger mit einem S-Pedelec zu koppeln.

 

Vorteile der Anhänger für E-Bikes

Ein E-Bike und einen Fahrradanhänger zu kombinieren, das ist einfach ideal. So können Eltern (wieder) unbeschwert mit Ihren Kindern einen Fahrradausflug machen. Das oben erwähnte Geschwindigkeitslimit von 25 km/h gilt übrigens auch für die gezogenen Anhänger. Seitens der Hersteller gibt es Empfehlungen nicht schneller als 25 km/h zu fahren. Vor allem nicht mit Kindern an Bord.

So macht die „neue“ Kombination vor allem bei hügeligem Gelände extrem viel Sinn. Die 250-Watt-Motor Leistung hilft einem Berg auf enorm und macht viel Freude

 

Wie ist das Fahrgefühl?

Das Bremsverhalten

Das Fahrgefühl ist beinahe unverändert hinsichtlich der „normalen“ Räder. Der Bremsweg wird aus 25 km/h deutlich länger. Da braucht das Elektrorad wirklich gute Bremsen. Achten Sie daher auf die Ausstattung des E-Bikes. Sinn macht es auch sich einen Anhänger auszusuchen, der mit einer Bremse ausgestattet ist. Eine Auflaufbremse beim Kinder Fahrradanhänger erleichtert das Bremsen ungemein. Ohne die Bremse kann es bei zu abruptem Bremsen zu einem „Ausbrechen“ des Anhängers kommen.

Nebenbei erwähnt:

Einige E-Bike-Hersteller geben keine Freigabe für das Ziehen eines Fahrradanhängers. Fragen Sie deshalb im Zweifel unbedingt beim Hersteller nach, ob Ihr (Wunsch-)E-Bike überhaupt für das Ziehen eines Anhängers zugelassen ist.

Die Akku-Reichweite

Ist das Gelände hügelig so kommt man nur noch auf ca. die Hälfte der ursprünglichen Reichweite – je nach Unterstützungsgrad.

 

Voraussetzungen am E-Bike und am Hänger

Wird ein ungebremster Fahrradanhänger verwendet, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das E-Bike selbst gute Bremsen hat, entweder hydraulische Felgen-oder Scheibenbremsen. Auch die Kupplung zwischen E-Bike und Anhänger sollte beim Kauf überprüft werden. Achten Sie unbedingt auf eine Zusatzsicherung!

Das muss der Hänger haben:

  • Anschnallgurte
  • Rückleuchten
  • Reflektoren

Das sollte der Anhänger haben:

  • Gute Federung (für mehr Komfort)
  • Stabilen Rahmen

Im Anhänger herrscht Anschnallpflicht und die Eltern bzw. der/die Fahrer/In des Anhängers sollten unbedingt sehr umsichtig fahren. Ihr Kind sollte zur Sicherheit einen Fahrradhelm im Hänger tragen.

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Der Anhänger „saugt“ den Akku leer

Das Anhänger-E-Bike-Gespann kommt mit dem Akku auf ca. 50% der Reichweite, die das E-Bike ohne Anhänger schafft – in der Stadt. Geht es über Land und öfters mal Berg auf und Berg ab, so reduziert sich die Reichweite um mehr als Zwei Drittel. Gefühlt geht der Akku viel zu schnell in die Knie. Hier kann es sich lohnen einen zweiten Akku dabei zu haben, oder den Grad der Unterstützung etwas herab zu setzen. Am Berg lässt sich teilweise die Geschwindigkeit nicht mehr halten.

 

Das sagt das Gesetz

21 Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO):
“(3) Auf Fahrrädern dürfen nur Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden, wenn für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können. Hinter Fahrrädern dürfen in Anhängern, die zur Beförderung von Kindern eingerichtet sind, bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden. Die Begrenzung auf das vollendete siebte Lebensjahr gilt nicht für die Beförderung eines behinderten Kindes.”

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